Das Lebensglück ist ein U

Das Lebensglück ist was?! Ein U! Jedenfalls dann, wenn man Lebensglück in eine statistische Kurve packt, die sieht dann nämlich genau so aus wie in U. Mit Mitte 20 sind wir äußerst zufrieden mit uns und unserem Leben. Mit Ende 40 dagegen stecken wir in einem tiefen Loch – ja, die Midlife Crisis existiert zumindest in der Statistik sehr deutlich. Aber danach geht es steil bergauf und wir werden immer zufriedener und glücklicher. Zufriedener sogar, als mit Mitte 20. Grund genug, sich jeden Tag aufs Älterwerden zu freuen!

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Warum es gut ist, nicht immer zu bekommen was man will

Vor einigen Jahren las ich ein Zitat vom Dalai Lama, das perfekt zu dem passt, was ich für mich und mein Leben auch festgestellt habe: „Nicht zu bekommen was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“ Wobei ich einschränkend hinzu fügen muss, dass man meist erst im Rückblick feststellt, dass der Dalai Lama – wie so oft – recht hat. Wohl dem, der da schon auf ein bisschen Leben zurück blicken kann.

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Die Lust am Lernen

Schon als Kind konnte ich mich Wochen oder gar Monate in ein Thema vertiefen. Dann habe ich alles dazu gelesen, was ich finden konnte. In Büchern, versteht sich. Das Internet hatte ja noch keiner erfunden. Wie besessen habe ich Zahlen und Fakten gelernt, die ich weder in der Schule noch später im Leben gebrauchen konnte. Aber das war mir egal. Ich hatte einfach wahnsinnig Spaß daran, mich Stück für Stück und Buch für Buch in ein neues Thema einzuarbeiten.

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Das Leben im Ausland verändert Dich weniger, als Du denkst

Mit zwei linken Füßen nach Brasilien umziehen und als Samba-König zurück kommen? In Deutschland keine fünf Minuten stillsitzen können, aber in Indien auf einmal problemlos stundenlang meditieren? Das wäre schön, aber so funktioniert das Leben im Ausland leider nicht. Denn nach drei Jahren in den Niederlanden, zwei Jahre in Indien und einem Jahr in Japan habe ich gelernt, dass man eine Sache immer und überall mit hinnimmt: sich selbst!

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Steine mit buddhistischen Inschriften

Drei Zitate für alle Lebenslagen

Kennt Ihr das? Ihr lest einen Satz oder einen mehr oder weniger klugen Spruch einer berühmten Persönlichkeit – und spontan habt Ihr das Gefühl: der meint mich! Ich habe extra ein kleines Buch, in dem ich solche Zitate notiere. Drei dieser Sprüche begleiten mich schon viele Jahre, passen wunderbar in vielen Lebenslagen und helfen, die Dinge leicht(er) zu nehmen, wenn es ernst wird.

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beleuchtetes Schild Danke

Im Selbstversuch: Vier Wochen mit dem Dankbarkeits-Tagebuch

Wer regelmäßig notiert, wofür er dankbar ist, der wird zufriedener mit seinem Leben, weil er sich mehr auf positive Dinge konzentriert. So die Kurzversion, die in jeder zweiten Frauenzeitschrift zu lesen ist. Die wissenschaftliche Langversion liefert dazu die ergänzende Erklärung, dass es evolutionstechnisch hilfreich war, dass der Mensch über Millionen Jahre immer auf das Schlimmste vorbereitet war, das steigerte seine Überlebenschancen. Deswegen neigen wir bis heute dazu, eher das Schlechte als das Gute zu sehen. Dabei scheint es mir manchmal, als würde die Zukunft unserer Art inzwischen eher davon abhängen, dass wir eben nicht immer gleich der Welt Übles unterstellen und uns darüber öffentlich aufregen. Ich jedenfalls habe es ausprobiert und einen Monat lang ein Dankbarkeits-Tagebuch geführt.

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Geisha mit Bus in Kyoto

Von Lust und Frust des Pendelns

Kennt Ihr diesen Moment, wenn biedere Geschäftsmänner sich in mordlustige Zombies verwandeln? Wenn freundliche Damen in Flatterröcken plötzlich zu Vodoo-Hexen mutieren? Wenn wohlerzogene junge Menschen auf einmal schlimmer fluchen als ein Zuhälter? Wenn sich wildfremde Leute in minutenschnelle zu einem Kollektiv verschwören, das nur ein Ansinnen kennt: Rache! Das ist der Moment, in dem wahlweise ein Stau im Radio angekündigt oder eine Zugverspätung durchgegeben wird. Willkommen in der wunderbaren Welt der … Pendler!

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Einfahrt in den Containerhafen Algeciras

Vom Suez bis nach Hamburg – Mein Frachtschiff-Tagebuch Teil 2

Nach dem Suez-Kanal heißt es für die nächsten Tage wieder Wasser, Wasser, Wasser. Mehr ist nicht zu sehen. Zu spüren ist dagegen, dass es merklich kühler ist, so ohne heißen Wüstenwind. Es ist Sonntag, Tag Nummer 16 für mich, und während die Offiziere frei haben, putzt der Rest der Mannschaft das Schiff. Dem roten Sand Ägyptens wird mit dem Kärcher zu Leibe gerückt. So weit das geht jedenfalls, die rot gepuderten Containertürme müssen Wind und Regen in den nächsten Tagen vom Sand befreien, da kommt keiner ran. Während wir irgendwo vor Libyen unterwegs sind, habe ich zum ersten Mal auf dieser Reise ein kleines bisschen Langeweile. 

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